Wirtschaft und Arbeitsplätze in Lauenburg-Süd | Katrin Schulte-Wiegratz

THEMA 1 VON 10 · WAHLKREIS 35 – LAUENBURG-SÜD

Wirtschaft und Arbeitsplätze in Lauenburg-Süd

Wie kann eine starke regionale Wirtschaft in Lauenburg-Süd gute Arbeitsplätze, Ausbildung und Zukunftsperspektiven sichern?

Wirtschaft als Zukunftsfrage für Lauenburg-Süd

Wirtschaft und Arbeitsplätze gehören zu den zentralen Zukunftsthemen im Wahlkreis 35 – Lauenburg-Süd. Der Wahlkreis umfasst Geesthacht, Lauenburg/Elbe, Schwarzenbek sowie die Ämter Hohe Elbgeest, Lütau und Schwarzenbek-Land. Damit treffen größere Wirtschaftsstandorte, kleinere Städte und ländlich geprägte Gemeinden aufeinander.

Bei der Nominierung von Katrin Schulte-Wiegratz für die Landtagswahl Schleswig-Holstein 2027 wurden Wirtschaft und Wohnungsbau ausdrücklich als politische Schwerpunkte genannt. Beim Thema Wirtschaft wurde insbesondere auf eine starke regionale Wirtschaft und gute Arbeitsplätze Bezug genommen.

Damit gehört dieses Themenfeld zu den Bereichen, bei denen bereits ein öffentlich dokumentierter persönlicher Schwerpunkt der Kandidatin vorliegt. Dennoch bleiben konkrete Einzelmaßnahmen davon zu unterscheiden. Wo keine konkrete persönliche Forderung von Katrin Schulte-Wiegratz veröffentlicht ist, wird sie auf dieser Seite nicht erfunden oder vorausgesetzt.

Einordnung: Wirtschaft ist als Schwerpunkt von Katrin Schulte-Wiegratz öffentlich dokumentiert. Einzelne wirtschaftspolitische Maßnahmen werden jedoch nur dann als ihre persönliche Position bezeichnet, wenn dafür eine belastbare Veröffentlichung vorliegt.

Unterschiedliche Wirtschaftsstrukturen im Wahlkreis

Lauenburg-Süd ist wirtschaftlich nicht einheitlich strukturiert. Geesthacht ist ein größerer Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort in unmittelbarer Nähe zur Metropolregion Hamburg. Lauenburg/Elbe verfügt über eigene Gewerbe- und Wirtschaftsstrukturen, während Schwarzenbek ebenfalls eine wichtige Funktion als Wirtschafts-, Wohn- und Versorgungsstandort im südlichen Herzogtum Lauenburg erfüllt.

Hinzu kommen zahlreiche kleinere Gemeinden in den Ämtern Hohe Elbgeest, Lütau und Schwarzenbek-Land. Dort spielen neben klassischen Gewerbebetrieben insbesondere Handwerk, Dienstleistungen, kleinere und mittlere Unternehmen sowie teilweise landwirtschaftliche Strukturen eine Rolle.

Eine Wirtschaftspolitik für den gesamten Wahlkreis muss diese Unterschiede berücksichtigen. Maßnahmen für größere Gewerbegebiete können für kleine Gemeinden ungeeignet sein. Umgekehrt benötigen kleinere Betriebe häufig andere Rahmenbedingungen als große Unternehmen.

Deshalb geht es bei Wirtschaftspolitik nicht nur um neue Unternehmensansiedlungen. Ebenso wichtig sind die Sicherung bestehender Betriebe, gute Verkehrsverbindungen, eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, verfügbare Gewerbeflächen, Fachkräfte, Ausbildungsmöglichkeiten und verlässliche Verwaltungsverfahren.

Geesthacht als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort

Die Stadt Geesthacht besitzt einen eigenen Wirtschaftsbeirat. Nach Angaben der Stadt soll dieses Gremium als Bindeglied zwischen örtlichen Unternehmen, Politik und Verwaltung wirken. Gleichzeitig soll es die Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Geesthacht begleiten.

Damit wird deutlich, dass Wirtschaftsentwicklung nicht ausschließlich eine Aufgabe einzelner Unternehmen ist. Kommunale Planung, Flächenpolitik, Infrastruktur und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Verwaltung beeinflussen die Entwicklungsmöglichkeiten eines Standortes erheblich.

Für Unternehmen spielen beispielsweise die Erreichbarkeit von Gewerbestandorten, Genehmigungsverfahren, digitale Netze, Energieversorgung und die Verfügbarkeit qualifizierter Beschäftigter eine Rolle.

Geesthacht profitiert von seiner Lage in der Metropolregion Hamburg. Gleichzeitig bedeutet diese Lage Wettbewerb um Fachkräfte, Gewerbeflächen, Wohnraum und Investitionen. Eine wichtige landespolitische Frage ist deshalb, wie Wirtschaftsstandorte außerhalb Hamburgs ihre eigenen Stärken entwickeln können.

Schwarzenbek: Gewerbe, Stadtentwicklung und Infrastruktur

Auch Schwarzenbek verbindet Wirtschaftsentwicklung mit anderen kommunalen Aufgaben. Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept der Stadt betrachtet unter anderem Gewerbe, Mobilität, Bauen, Wohnen, Bildung und soziale Fragen gemeinsam.

Diese Verbindung ist wichtig. Unternehmen benötigen nicht ausschließlich Gewerbeflächen. Sie benötigen auch Beschäftigte, die in der Region wohnen können. Beschäftigte wiederum benötigen Wohnraum, Schulen, Kinderbetreuung, Verkehrsanbindungen und eine funktionierende soziale Infrastruktur.

Wirtschaftspolitik kann deshalb nicht isoliert von Wohnungsbau und kommunaler Entwicklung betrachtet werden. Ein wachsender Wirtschaftsstandort benötigt zugleich ausreichende Infrastruktur.

Auch die Erreichbarkeit über Straßen und öffentlichen Nahverkehr beeinflusst die Attraktivität eines Standortes. Für Unternehmen können Lieferwege und die Erreichbarkeit durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend sein.

Lauenburg/Elbe und die lokale Wirtschaft

Auch Lauenburg/Elbe besitzt einen Wirtschaftsbeirat. Dieser soll die Interessen der Wirtschafts- und Gewerbetreibenden beratend in die kommunalpolitische Arbeit einbringen.

Die wirtschaftliche Entwicklung einer Stadt wie Lauenburg/Elbe unterscheidet sich teilweise von der eines größeren Wirtschaftsstandortes wie Geesthacht. Historische Stadtstrukturen, vorhandene Gewerbeflächen, Verkehrsanbindungen und die geografische Lage an der Elbe beeinflussen die Möglichkeiten der weiteren Entwicklung.

Für landespolitische Maßnahmen bedeutet dies, dass Förderprogramme ausreichend flexibel sein müssen. Eine einheitliche Lösung für alle Städte und Gemeinden wird den unterschiedlichen Ausgangslagen nicht immer gerecht.

Fachkräfte und Ausbildung

Eine starke regionale Wirtschaft benötigt qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Fachkräftesicherung beginnt deshalb nicht erst bei der Suche nach bereits ausgebildeten Beschäftigten.

Berufliche Orientierung, Ausbildung, Schulen, Weiterbildung und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Bildungseinrichtungen können dazu beitragen, jungen Menschen berufliche Perspektiven in der Region zu ermöglichen.

Auch Wohnraum und Verkehr spielen dabei eine Rolle. Ein Arbeitsplatz ist nur dann dauerhaft attraktiv, wenn Beschäftigte ihn erreichen können und geeigneten Wohnraum in erreichbarer Entfernung finden.

Gerade für kleinere und mittlere Unternehmen kann der Wettbewerb um Fachkräfte eine große Herausforderung darstellen. Deshalb ist die Frage relevant, welche Rahmenbedingungen das Land schaffen kann, um berufliche Bildung, Weiterbildung und regionale Fachkräftegewinnung zu unterstützen.

Verkehr und Wirtschaft gehören zusammen

Die Lage des Wahlkreises zwischen Hamburg, dem übrigen Herzogtum Lauenburg und den Verkehrsachsen Richtung Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen macht Mobilität zu einem wichtigen Standortfaktor.

Unternehmen benötigen zuverlässige Straßenverbindungen und Beschäftigte brauchen erreichbare Arbeitsplätze. Gleichzeitig gewinnen öffentlicher Nahverkehr und Radverkehr für tägliche Arbeitswege an Bedeutung.

In Geesthacht wird aktuell ein neuer Verkehrsentwicklungsplan erarbeitet. Solche Planungen zeigen, dass Wirtschafts- und Verkehrsentwicklung miteinander verbunden sind.

Auch bei neuen Gewerbestandorten sollte deshalb frühzeitig berücksichtigt werden, wie Beschäftigte und Lieferverkehr diese Standorte erreichen können.

Digitale Infrastruktur und Verwaltung

Für Unternehmen sind schnelle digitale Verbindungen inzwischen grundlegende Infrastruktur. Dies gilt nicht nur für große Firmen, sondern auch für Handwerksbetriebe, Dienstleister, Selbstständige und Unternehmen in kleineren Gemeinden.

Ebenso wichtig sind digitale Verwaltungsverfahren. Wenn Anträge und Genehmigungen einfacher bearbeitet werden können, kann dies Unternehmen und Verwaltungen entlasten.

Dabei darf Digitalisierung nicht lediglich bedeuten, ein Papierformular als Datei ins Internet zu stellen. Entscheidend ist, ob der gesamte Verwaltungsprozess effizienter wird.

Land und Kommunen müssen deshalb gemeinsam Standards entwickeln, die digitale Verfahren ermöglichen und zugleich Datenschutz und IT-Sicherheit gewährleisten.

Gewerbeflächen und kommunale Planung

Neue Gewerbeflächen können Arbeitsplätze und kommunale Einnahmen ermöglichen. Gleichzeitig stehen Flächen nicht unbegrenzt zur Verfügung.

Wohnungsbau, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz, Energieprojekte und Gewerbe konkurrieren teilweise um dieselben Flächen. Kommunale Planung muss deshalb langfristig abwägen, welche Flächennutzung an welchem Standort sinnvoll ist.

Auch vorhandene Gewerbegebiete können weiterentwickelt werden. Eine bessere Nutzung bestehender Flächen kann in manchen Fällen eine Alternative zur Ausweisung vollständig neuer Gebiete sein.

Das Land kann durch Planungsvorgaben, Förderprogramme und Infrastrukturinvestitionen Einfluss darauf nehmen, welche Entwicklungsmöglichkeiten Kommunen besitzen.

Stadt und Land gemeinsam betrachten

Wirtschaftspolitik für Lauenburg-Süd sollte nicht ausschließlich auf die drei Städte konzentriert werden. Auch kleinere Gemeinden sind Wirtschaftsstandorte.

Handwerksbetriebe, Dienstleistungen und kleinere Unternehmen schaffen wohnortnahe Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur lokalen Versorgung.

Für solche Betriebe sind gute Straßen, digitale Netze und verlässliche Verwaltungsstrukturen ebenso wichtig wie für größere Unternehmen.

Eine regionale Wirtschaftspolitik sollte deshalb die unterschiedlichen Größenordnungen berücksichtigen und vermeiden, dass Förderinstrumente ausschließlich auf große Projekte zugeschnitten sind.

Frage an Katrin Schulte-Wiegratz

Welche konkreten landespolitischen Rahmenbedingungen sind aus Ihrer Sicht notwendig, damit Unternehmen im Wahlkreis 35 investieren können und gleichzeitig gute Arbeits- und Ausbildungsplätze entstehen beziehungsweise erhalten bleiben?

Was bei zukünftigen Aussagen wichtig bleibt

Im weiteren Verlauf des Landtagswahlkampfes können zusätzliche wirtschaftspolitische Positionen von Katrin Schulte-Wiegratz veröffentlicht werden. Diese sollten jeweils anhand einer belastbaren Quelle geprüft werden.

Eine allgemeine Position der SPD Schleswig-Holstein darf dabei nicht automatisch als persönliche Aussage der Kandidatin dargestellt werden. Ebenso dürfen regionale wirtschaftliche Forderungen anderer Akteure nicht ohne Beleg Katrin Schulte-Wiegratz zugeschrieben werden.

Diese Seite kann deshalb aktualisiert werden, sobald konkrete persönliche Positionen vorliegen. Die Trennung zwischen belegter Aussage und offener Frage bleibt dabei bestehen.

FAQ – Wirtschaft und Arbeitsplätze in Lauenburg-Süd

Ist Wirtschaft ein belegter persönlicher Schwerpunkt von Katrin Schulte-Wiegratz?

Ja. Bei ihrer Nominierung wurde Wirtschaft ausdrücklich als politischer Schwerpunkt genannt. Konkrete Einzelmaßnahmen werden jedoch nur dann als ihre Position bezeichnet, wenn dafür eine belastbare Veröffentlichung vorhanden ist.

Warum spielt Geesthacht beim Thema Wirtschaft eine wichtige Rolle?

Geesthacht ist ein bedeutender Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort im Wahlkreis und verfügt unter anderem über einen Wirtschaftsbeirat.

Warum werden auch kleinere Gemeinden berücksichtigt?

Weil Handwerk, Dienstleistungen, Landwirtschaft und kleinere Unternehmen auch außerhalb der Städte Arbeitsplätze schaffen und zur regionalen Versorgung beitragen.

Welche Rolle spielen Fachkräfte?

Unternehmen benötigen ausreichend qualifizierte Beschäftigte. Deshalb gehören Ausbildung, Weiterbildung, Wohnraum und Erreichbarkeit ebenfalls zur wirtschaftspolitischen Betrachtung.

Was kann das Land beeinflussen?

Das Land kann unter anderem durch Infrastruktur, Förderprogramme, Bildungspolitik, Wirtschafts- und Innovationsförderung sowie gesetzliche Rahmenbedingungen Einfluss nehmen. Viele konkrete Entscheidungen liegen zugleich bei Kommunen oder Unternehmen.

Geprüfte Quellen und weiterführende Informationen

Stadt Geesthacht – Wirtschaftsbeirat:
Informationen zum Wirtschaftsbeirat der Stadt Geesthacht

Stadt Schwarzenbek – Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept:
Stadtentwicklung in Schwarzenbek

Stadt Lauenburg/Elbe – Wirtschaftsbeirat:
Wirtschaftsbeirat Lauenburg/Elbe

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